NACH HATTINGEN

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Der Ausbau des Bochumer Nahverkehrsnetzes wurde zügig vorangetrieben.

Bereits am 5. August 1895 hatte das Landratsamt Bochum die Genehmigung zum Bau einer Straßenbahn zwischen Bochum und Weitmar gegeben. Am 10. Mai 1897 wurden die Pläne im Bochumer Magistrat erörtet. Am 22. Juni 1898 konnte das für die Stadtentwicklung von Bochum wichtige Amt Weitmar mit der neuen, 3,8 Kilometer langen Strecke an das Straßenbahnnetz angeschlossen werden.

Die neue Strecke begann am Bochumer Bahnhof und folgte bis zum Amtshaus in Weitmar der Hattinger Straße. Die zunächst eingleisige Strecke lag zumeist auf der stadtauswärts rechten Straßenseite. Ein wichtiger Unterwegshalt war das Krankenhaus, das spätere Bergmannsheil.

Da der Betriebshof in der Voedestraße für den mit der Streckenlänge kontinuierlich wachsenden Fahrzeugpark nicht mehr ausreichte, wurde für die Linie nach Weitmar ein zusätzlicher Betriebshof gebaut.

Ab 1926 / 27 wurden die Wagen des Linienbetriebes vom neu eröffneten Betriebshof an der Wiemelhauser Straße aus eingesetzt. Der Betriebshof Weitmar wurde fortan bis zu seiner Stillegung 1961 als Hauptwerkstatt genutzt.

Anfang der 1970er-Jahre entstand auf der Brachfläche ein neuer Omnibusbetriebshof. Er wurde am 26. März 1976 eröffnet und nahm später auch die Omnibuswerkstatt auf.

LINDEN UND DAHLHAUSEN

Rund drei Jahre nach der Eröffnung nach Weitmar, am 19. August 1901 wurde die Strecke um 5,44 Kilometer nach Linden verlängert. Dort teilte sie sich in einen 1,86 Kilometer langen Streckenast nach Hattingen und einen 1,54 Kilometer langen Streckenast zum Bahnhof in Dahlhausen.

Zwischen Weitmar und Linden lagen das Gleis und die Ausweichen stadtauswärts auf der rechten Straßenseite. Nach der Verzweigung in Linden behielt das Gleis nach Hattingen die stadtauswärts rechte Seitenlage bis in Höhe der heutigen Einmündung der Nöckerstraße bei. Dort wechselte es in die Straßenmitte. In Höhe der heutigen Einmündung der Surenfeldstraße wechselte das Gleis auf die linke Straßenseite.

Die „Hattinger“ Endstelle der Straßenbahn lag zunächst in der Gemeinde Baak vor dem nördlichen Brückenkopf der 1875 eröffneten Hattinger Ruhrbrücke. Dort wurde für die Fahrgäste, die den Weg nach Hattingen zu Fuß bewältigen mussten, ein Kiosk errichtet.

Am 1. Oktober 1902 war das Gleis auch in der Brücke und in der Bahnhofstraße verlegt. Vor der Brücke wechselte das Gleis nunmehr stadteinwärts von der linken auf die rechte Straßenseite. Dise Gleislage wurde bis zur neuen Endstelle am Kaiserlichen Postamt beibehalten. Hier wurde eine großzügig bemessene Ausweichstelle angelegt. Die Gesamtlänge der neuen Strecke von Weitmar nach Hattingen betrug ohne den in Linden nach Dahlhausen abzweigenden Streckenast 7,3 Kilometer.

Der Streckenast nach Dahlhausen verlief von Linden in Straßenmitte der heutigen Dr.-C.-Otto-Straße zum Bahnhof Dahlhausen. Kurz vor der Endstelle schwenkte es auf die linke Straßenseite.

Die Strecken nach Hattingen und Dahlhausen sind bis heute aufgrund des starken Gefälles zwischen Linden und dem Ruhrtal für Fahrer und Fahrzeuge eine große Herausforderung.

Mit der Einführung von Liniennummern im Jahr 1907 erhielt die Linie nach Dahlhausen die Nummer 7, der Streckenast nach Hattingen die Nummer 17. Die Liniennummer 17 wurde wenig später durch die Nummer 8 ersetzt.

Die Bezeichnungen 7 und 8 wurden – abgesehen von einem kurzen Intermezzo des Hattinger Streckenastes in der Fahrplanperiode 1912/13 als Linie 2 – beibehalten. Eine Änderung trat erst wieder ein, als 1931 die Linie 7 mit der Strecke nach Lütgendortmund und die Linie 8 als Linie 17 mit der Strecke von Bochum über Gerthe nach Castrop verknüpft wurden.