NACH WANNE

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Die dritte, von Bochum ausgehende Verkehrsverbindung führte vom „Kortländer“ über Eickel nach Wanne. Sie wurde am 20. Oktober 1896 mit einer Streckenlänge von 3,86 Kilometern in Betrieb genommen.

Ausgangspunkt war die Gaststätte „Kortländer“ in Bochum. Zwischen dem „Kortländer“ und dem Bochumer Bahnhof nutzte die Wanner Linie die kurz zuvor neu angelegte Verbindung durch die Brück- und Kortumstraße.

Die neue Strecke begann in einer großzügigen Ausweiche und verlief dann auf der rechten Straßenseite bis zum Bahnhof Präsident. Da dort eine Eisenbahnunterführung für die Dorstener Straße zwar geplant, aber noch nicht im Bau war, verlief das Gleis zunächst nach linkes über die Querstraße (heute Signalstraße), unterquerte die Bahnstrecke und gelangte dann über die Straße „Unter den Linden“ (später Redemptoristenstraße, heute Präsidentstraße) wieder auf die Dorstener Straße. Über diese führte die Strecke in eingleisiger Führung mit Ausweichen nach Eickel und Wanne. Dabei wechselte sie mehrfach die Straßenseite.

Die vorläufige Endstelle lag unmittelbar vor den Gleisen der ehemaligen Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft am Bahnhof Wanne.

Mit dem Bau des neuen Großbahnhofes Wanne in den Jahren 1907 bis 1913 werden die Eisenbahntrassen hochgelegt. Zeitgleich entstehen zwei neue Eisenbahnunterführung im Zuge der Hauptstraße.

Nach der Fertigstellung des Bahnhofs wird die inzwischen als „Linie 6“ bezeichnete Straßenbahnlinie aus Bochum gemeinsam mit der aus Gelsenkirchen kommendne Linie 3 über die Hauptstraße und die Amtmann-Winter-Straße wird zu einer neuen Endstelle auf dem Bahnhofsvorplatz geführt. Diese teilen sich die Linien 3 und 6 mit der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG mit der Linie 1 der Vestischen Kleinbahnen GmbH.

Um für die nunmehr drei Streckenäste des Netzes – nach Herne, zur Landkreisgrenze bei Zeche Centrum und nach Wanne – ausreichend elektrische Energie zu haben, wurde im Betriebshof Voedestraße eine zusätzliche Dampfmaschine installiert.