NACH WITTEN

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Fast zeitgleich mit der Straßenbahnverbindung in Richtung Hattingen trieb die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn den Ausbau des Netzes in Richtung Witten voran.

BOCHUM – LAER – WERNE

Am 3. August 1898 war die 4,51 Kilometer lange Strecke nach Laer betriebsbereit. Sie begann an der Ausweiche Maarbrückenstraße (vor dem damaligen Bochumer Rathaus). Von dort verlief die Strecke über die Bongardstraße, die Obere Marktstraße und die Buddenbergstraße zur Wittener Straße.

Kurz hinter der Einmündung der Arndstraße befand sich die erste Ausweiche. Hinter der Ausweiche folgte die Strecke der Wittener Straße bis Laer, stadtauswärts eingleisig auf der rechten Straßenseite mit weiteren Ausweichen in Höhe der Einmündung Lohbergstraße und in Altenbochum.

Am 22. Februar 1901 wurde die Strecke um weitere fünf Kilometer über den Werner Hellweg nach Werne und damit in den damaligen Landkreis Witten verlängert.

Bereits 1897 war bei der Planung der Linie nach Laer eine durchgehende Verbindung von Wattenscheid über Bochum nach Laer angedacht. Dies wurde jedoch vom Magistrat der Stadt Bochum im Hinblick auf zu erwartende Rangierfahrten in der engen Bongardstraße zunächst untersagt.

In Altenbochum entstand zwischen 1899 und 1902 ein neues Depot an der Wittener Straße 129. Es blieb bis zur Eröffnung des neuen Zentralbetriebshofs Wiemelhauser Straße in Betrieb.

Die Wagenhallen wurden anschließend bis in die 1970er-Jahre als Omnibus-Betriebshof und – bis 1958/59 auch als Omnibuswerkstatt genutzt.Letztere zog in die ehemalige Omnibusfertigung der Firma von Lienen an der Wittener Straße 100.

LAER – WITTEN

Die von kommunal rund um Witten betriebene Märkische Straßenbahn bot seit dem Januar 1899 eine Straßenbahnverbindung von Bommern über Langendreer in die Gemeinde Uemmingen an. 1901 folgten weitere Streckenäste von Langendreer nach Werne und Castrop. Dies veranlaßte die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn den Ausbau ihres Netzes von Laer in Richtung Witten zu beschleunigen.

Obwohl sich die Strecken der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG und der Märkischen Straßenbahn in Uemmingen in fußläufiger Entfernung annäherten, wurde keine Gleisverbindung hergestellt. Auch zwischen Uemmingen und Witten vermied man einen Parallelverkehr mit der Märkischen Straßenbahn und führte die Linie auf einer alternativen Trasse über die Bauernschaften Westerhard und Papenholz bis in die Gemarkung Crengeldanz nach Witten.

Heute würde diese Trasse von der Alten Wittener Straße in Laer das Autobahnkreuz A 43 / A 44 kreuzen und dann über die Alte Ümminger Straße, die Baroper Straße, die Anhöhe bei Kaltehardt (später Ausweiche und Haltestelle „Wasserturm“) zur Straße „Papenholz“ in Witten führen.

Am 21. Dezember 1901 wurde die 4,19 Kilometer lange Verbindung in Betrieb genommen.

Die Endstelle in Witten lag vor der Unterführung der Bergisch-Märkischen Eisenbahnstrecke von Witten-West über Langendreer nach Bochum.

Unter Inkaufnahme von einigen Metern Fußweg konnten die Fahrgäste der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG zwar nicht barrierefrei, aber doch recht komfortabel zu den Wagen der Märkischen Straßenbahn wechseln und somit das Wittener Zentrum erreichen.