NACH CASTROP

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Während die meisten umliegenden Gemeinden den Bau der von Bochum ausgehenden Straßenverbindungen akzeptierten, erkannte die Kommunalpolitik in der Gemeinde Gerthe die mit von Bochum an Siemens & Halske übertragenen Monopol auf den Bau und Betrieb der Straßenbahnlinien verbundenen Risiken für die eigene Weiterentwicklung.

Mit der Abteufung der späteren Großschachteanlage Lothringen war Gerthe dabei, sich selbst zu einem Zentrum im Revier weiterzuentwickeln.

Deshalb nahm Gerthe die Entwicklung der Straßenbahnverkehrs in die eigene Hand – ohne dabei außer Acht zu lassen, dass ein guter Zugang an die Eisenbahn in Bochum auch für die eigene Entwicklung notwendig wäre.

So wurde 1906 die Kleinbahn Bochum- Gerthe -Harpen gegründet. Sie baute eine Straßenbahnverbindung von Gerthe, wo der Betriebshof entstand, zum Schwanenmarkt nach Bochum. Am 15. Juli 1908 wurde mit dem Bau begonnen. Bereits am 23. Dezember 1908 konnte die 8,6 Kilometer lange Verbindung in Betrieb genommen werden. Zeitgleich entstand ein Streckenast in die Gemeinde Harpen (Kirchharpen).

GUTE JAHRE

Die Straßenbahnverbindungen von Bochum nach Gerthe und Harpen waren von Anfang an recht rentabel. So entschied sich die Gemeinde Castrop, in die Gesellschaft einzutreten, die nunmehr den Namen Bochum – Castroper Straßenbahn führte.

Am 20. Dezember 1909 wurde die 5,9 Kilometer lange Verbindung von Gerthe zur Kreuzung mit der Emschertalbahn in Castrop in Betrieb genommen. Der Harpener Streckenast wurde zwischen dem 1. und 15. Mai 1911 über die neue Kreisstraße bis zur Bauernschaft Dellwig Holte und vom 12. September 1911 bis zum 20. Januar 1912 von dort bis nach Lütgendortmund verlängert. Am 20. Januar 1912 ging die 3,5 Kilometer lange Strecke zum Amtshaus in Lütgendortmund in Betrieb.