OSKAR-HOFFMANN-STRASSE

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Wiemelhauser Straße ausgebaut. Sie erhielt jetzt breitere Fahrspuren und einen zweigleisigen Bahnkörper in der Straßenmitte. Dieser wurde zunächst über den Südhellweg bis zum Neumarkt weitergeführt und dort an die bereits zweigleisige Trasse in der Hellwegstraße angeschlossen. Damit konnte die Linie 5/15 in beiden Fahrtrichtungen direkt zum Neumarkt und von dort über die Hellwegstraße zum Nordbahnhof geführt.

Mit der Inbetriebnahme des Innenstadtrings erfolgte der Anschluss der Straßenbahntrasse in der Wiemelhauser Straße an den Südring und an die Haltstellenanlage vor dem neuen Bochumer Hauptbahnhof.

Die auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch eingleisige Trasse durch die Clemensstraße und durch die Oskar-Hoffmann-Straße (bis 1929 Ottostraße) wurde nach der Inbetriebnahme des Innenstadtrings vor allem für Fahrten von und zum Betriebshof sowie für Verstärkerwagen genutzt.

ABSCHIED VON DER CLEMENSSTRASSE

Mit der Neuanlage der Kreuzung am Schauspielhaus entfiel das Streckenstück in der Clemensstraße. Jetzt wurde auch für die Oskar-Hoffmann-Straße ein zweigleisiger Ausbau angestrebt. Die Kreuzung mit der Anschlußbahn ehemaligen Zeche Friederika (später Zeche Dannenbaum, Schacht 3), über die die Deutsche Bundesbahn noch lange einige Industriebetriebe in Wiemelhausen bediente, verhinderte dieses Vorhaben über weitere Jahre.

Erst in der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre erneuerte die Deutsche Bundesbahn die Gleise im Bereich ihres des Bahnübergangs. Jetzt erhielt die Straßenbahn die Chance, die Kreuzung für das zweite Gleis einzubauen.

LINIE 28

Im regulären Linienverkehr nutzte nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem die Linie 28 die Trasse in der Oskar-Hoffmann-Straße. Sie war eine Verstärkerlinie zwischen Riemke, der Innenstadt und dem Betriebshof Wiemelhausen.

Mit der Stilllegung der Strecke im Nordring zwischen dem Schwanenmarkt und der Brückstraße verschwand die Line 28 aus dem Stadtbild. Die Strecke in der Oskar-Hoffmann-Straße blieb eine wichtige Betriebsstrecke, ab Mai 1979 insbesondere für die ein- und aussetzenden Wagen der Linie 8/18 (308 / 318). Mit der Verlegung des Betriebshofes zur Engelsburger Straße wurden die Gleise endgültig aufgegeben.

Das Foto von Dieter Höltge (Sammlung Stefan Höltge) wurde am 3. Mai 1966 aufgenommen. Wenig später stellte die Deutsche Bundesbahn die Anschlussbahn ein.